Was ist eine digitale Familienvereinbarung?
Das Problem, das eine solche Vereinbarung oft mit sich bringt, ist, dass die Regeln und Vorschriften leicht gebrochen werden können. Vielen Familien und Kindern fällt es schwer, sich an alles zu halten, was in dem Dokument steht – und wenn sie älter werden, müssen die Regeln auch angepasst werden.
Diese digitale Familienvereinbarung soll Ihnen helfen, nützliche, positive Gespräche über Technologie zu führen. Sie werden zusammenkommen, um umsetzbare Ideen zu planen und für die kleinsten Mitglieder Ihrer Familie vielleicht zum ersten Mal darüber nachzudenken, was es bedeutet, ein Online-Leben zu haben.
Wie Sie eine digitale Familienvereinbarung treffen
Damit Ihre Familie loslegen kann, hilft Ihnen Qustodios “Wähle dein eigenes Abenteuer”-Leitfaden zur digitalen Vereinbarung dabei, ganz einfach eine Familienvereinbarung zu erstellen, die Sie ausdrucken, ausfüllen und an einem für alle sichtbaren Ort aufhängen können – zum Beispiel am Kühlschrank oder an einer Pinnwand.
Die Vereinbarung bietet Platz, um die von Ihnen genutzten Geräte, Orte und Zeiten, an denen Technik tabu ist, leere Felder für gemeinsam vereinbarte Regeln sowie das, was Sie gerne mit Technik machen, einzutragen – so lässt sich eine positivere Nutzung leichter in den Vordergrund stellen.
Wenn Sie nicht wissen, wo Sie anfangen sollen: Die Vereinbarung enthält altersgerechte Empfehlungen sowie die Risiken, die Ihr Kind kennen sollte, um das Gespräch zu beginnen.
Wie hilft eine digitale Vereinbarung meinen Kindern?
✔ Ermöglicht es Ihnen, darüber nachzudenken, wie viel Technologie Ihre Familie insgesamt nutzt, und positive Veränderungen umzusetzen.
✔ Hilft Ihnen, gesunde Grenzen in Bezug auf Bildschirmzeit und digitales Verhalten zu setzen
✔ Gibt Ihnen das Handwerkszeug für ein fortlaufendes, respektvolles Gespräch über Ihren Umgang mit der Technologie
✔ Passt die Diskussion auf Ihre Familie an, mit separaten Abschnitten für Jugendliche und Teenager zu relevanten Themen wie soziale Medien, Bildschirmzeit oder das Fehlen von Offline-Hobbys
Was Sie tun sollten, bevor Sie anfangen
1. Lassen Sie ein Elternteil oder einen Erziehungsberechtigten das Dokument durchlesen, bevor Sie es in der Familie besprechen. Das wird Ihnen helfen, die Diskussion vorzubereiten.
2. Sprechen Sie mit Ihren Kindern im Voraus darüber, wann Sie diese Vereinbarung treffen werden. Wenn Sie sie aus heiterem Himmel damit überraschen, werden sie sich möglicherweise noch mehr wehren.
3. Finden Sie einen Ort, an dem Sie sich alle wohl und entspannt fühlen, bevor Sie das Gespräch beginnen. Vermeiden Sie Ablenkungen und schaffen Sie eine positive, einladende Umgebung.
4. Wenn es zu hitzig wird, machen Sie eine Pause und kommen Sie wieder, wenn Sie bereit sind.
5. Versuchen Sie, von Belohnungen und Bestrafungen abzusehen, die mit Technologie zu tun haben – zum Beispiel zusätzliche Bildschirmzeit für gutes Verhalten. Das Ziel ist es, gesunde digitale Gewohnheiten zu schaffen und keine Verhandlungen zu führen.
Erneuern Sie Ihr Familienvereinbarung
Wenn es um die Erziehung von Kindern geht, ist nichts in Stein gemeißelt. Was an einem Tag bei Kindern funktioniert, funktioniert am nächsten Tag nicht mehr, und dasselbe gilt für unsere Einstellung zur Technologie. Die Welt ist schnelllebig und verändert sich ständig, so dass wir immer bereit sein müssen, uns anzupassen.
Aus diesem Grund raten wir davon ab, einen Handyvertrag abzuschließen, der wenig Flexibilität zulässt, oder bestimmte Belohnungen und Strafen für Regelverstöße zu nennen. Auf diese Weise kann das Verhalten Ihrer Kinder negativ beeinflusst werden. Nutzen Sie stattdessen Ihre digitale Familienvereinbarung als Sprungbrett für eine regelmäßige Kommunikation und besprechen Sie die niedergeschriebenen Regeln und Ideen, die Sie gemeinsam beschlossen haben, wenn Ihr Kind wächst.
Sobald Sie alle einer Meinung sind, können Sie mit einem gemeinsamen Ziel auf digitales Wohlbefinden hinarbeiten und haben langfristig weniger Probleme. Viel Glück!